1950 – 1961
Die Jungpfadfinder in St. Willehad
1948 übernahm Bernd Reher die Pfadfinder von St. Willehad. Franz Langkals führte zu dieser Zeit eine Jungschargruppe, welche 1950 ein Jungpfadfindertrupp wurde; er bestand aus den Sippen Gemse und Bär.
Am Georgstag 1950 legten die ersten Neulinge ihr Versprechen ab. Stammeskurat Kaplan Zurhake gab ihnen den priesterlichen Segen. Franz Langkals führte den Trupp mit sehr viel Schwung und Energie, daher wuchs der Trupp auf vier Sippen an. 1950 gaben sich die Pfadfinder von St. Willehad den Namen „Stamm Friesen“. Pfingsten 1951 zogen die Jungpfadfinder mit Karl Langkals in ein Zeltlager auf der Insel im Mühlenteich. Im Sommer ging es in ein vierzehntägiges Lager bei Kokemühle / Engelmannsbäke. Da Franz infolge Arbeitslosigkeit viel Zeit hatte, übernahm er noch im August 1950 die Führung von zwei Wölflingsrudeln. Franz verließ Wilhelmshaven 1952, um auswärts eine Arbeitsstelle anzutreten. Sein Nachfolger wurde Hannes Pütz. 1953 zog Hannes mit den Jungpfadfindern in ein vierzehntägiges Lager im Teutoburger Wald.
Später übernahm Otto Haustein die Jungpfadfinder. 1954 verlebten die Jungen mit Otto ihr Sommerlager in Goldenstedt. Da Otto zur Marine ging, wurde Anton Warwzinek Jungtruppführer in St. Willehad. 1955 bezog Anton mit seinem Trupp ein Lager bei Engelmannsbäke. Dieses Lager hatte einen betrüblichen Abschluss. Nachdem die Jungen das Lager verlassen hatten, brannte das Zelt mit dem ganzen Gepäck, das später abgeholt werden sollte, aus unerklärlichen Gründen ab.
Da Anton sich abends beruflich weiterbilden wollte, wurden die Jungpfadfinder in den Jungtrupp I übernommen. Seit dem 1. Mai 1961 gibt es wieder Jungpfadfinder in der Pfarrgemeinde St. Willehad. Am Anfang waren wir 10 Jungen, welche in zwei Sippen aufgeteilt waren, Sippe Bär und Gemse. Unser Truppführer ist Armin Neugebauer, Rainer Rehbein ist sein Trupphelfer.
Die Truppstunden hielten wir am Freitag um 17.30 Uhr im Jugendheim St. Willehad ab. Seit Weihnachten haben wir diesen Termin auf Dienstag verlegt. Auf den Truppstunden lernten wir neue Lieder und Kimspiele, besprachen die Probleme im Trupp oder machten im Park Geländespiele und vieles mehr.
Pfingsten machten wir unsere erste Fahrt nach Sandkrug bei Oldenburg und verlebten mit den Oldenburger Jungpfadfindern drei Tage im Zeltlager. Dann folgte das große Sommerlager in Salem / Schleswig-Holstein. Anfang August machten wir unsere Sommerfahrt nach Bremen und besuchten dort unter anderem das Funkhaus von Radio Bremen und das Überseemuseum.
Am 30. September 1961 legten elf Neulinge das Versprechen ab. Im Dezember führten wir einen Gauwettkampf im Krippenbauen durch, bei dem die Sippe Bär hinter einer Oldenburger Sippe den vierten Platz belegten. Für den Sommer 1962 planen wir eine Großfahrt nach Wiltz in Luxemburg. Heute besteht unser Trupp aus 18 Jungen, die in die Sippen Bär; Gemse und Sturmvogel aufgeteilt sind.
Der Pfadfindertrupp von St. Willehad
Aus der ersten Pfadfindersippe unter ihrem Kornett Bernd Reher bildeten sich bald zwei Sippen, die Seeschwalben und die Krabben.
1950 wurde die erste Großfahrt unternommen. Sie war eine Fußwanderung und ging durch die Osenberge über Visbek nach Damme und zurück über Zwischenahn nach Wilhelmshaven.
1951 ging Franz Langkals mit den Pfadfindern in ein Zeltlager bei Engelmannsbäke. Die Jungen verlebten herrliche Tage zwischen Hünengräbern, Wald und Heide. Eine Pfadfinder – Stafette mit den BdPern im Wittmunder Wald war eine feine Sache.
1952 übernahm Alois Tilch die Pfadfinder. Manche Unternehmen wurde gestartet, Geländespiele, Hilfsaktionen. Die großen Fahrten und Lager wurden gemeinsam mit den Pfadfindern des Gaues Waterkant unternommen.
Die Weisheit: Es dräut nicht nur von draußen, Freund, Drach! Zwietracht ist der größte Feind!“ mussten auch die Pfadfinder von St. Willehad erfahren.
Am 14. Oktober 1961 begann wieder die Pfadfinderarbeit. Einige Jungen aus St. Marien wechselten die Wohnung nach der Gemeinde St. Willehad. Kaplan Hoelscher war mit der Pfadfinderarbeit einverstanden und somit war der Weg frei.
Heute bilden 6 jungen die Pfadfindersippe „Möwe“. Augenblicklich stehen die Proben im Vordergrund. Kimspiele, Quiz und Pfadfinderkünste werden betrieben. Für den Sommer wird eine kombinierte Rad-Fußwanderung zum Harz vorbereitet.

